Podcasts OPALIA Family e.V. - Schiff #03 Positiv in der Partnerschaft

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Hallo. Dies ist eine neue Folge von Opalia Talk für Opalia Family. Mein Name ist Sabine Guhr- Biermann und bei mir sitzt...

 

SPEAKER: GABI WESTER

Die Gabi Wester.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Liebe Gabi, wie schön, dass du wieder bei uns bist. Und wir haben ja schon einige Podcast aufgenommen über das Thema. Wie kann man denn am besten eine gute Mutter sein? Da haben wir so ein bisschen drüber philosophiert und haben uns auch noch mal ich sage mir darüber Gedanken gemacht, Wenn wir unser Kind über Körper, Seele, Geist ernähren können, das heißt, wenn die Geborgenheit und Fürsorge und alles das geben können und die Grundsubstanz sichern können, dass wir unsere Kinder dann, auch wenn sie größer sind, gut auch in ihr eigenes Leben entlassen können, ohne dass wir sie bevormunden müssen. Und wir haben auch viel darüber gesprochen, dass es ganz wichtig ist, dass wir als Mütter auch stolz auf unsere Leistung sind. Wenn wir nämlich ein Manko in uns spüren würden oder leben würden, dann hätten wir das Gefühl, dass wir noch etwas kompensieren müssten. Was dann natürlich auch passiert, wenn unsere eigenen Kinder selber Kinder bekommen, dass wir dann zum Beispiel eventuell hingehen könnten und unser Manko des mütterlich seins über das Kind versuchen zu kompensieren. Dass wir also unser Enkelkind nicht als Enkelkind identifizieren, sondern übergriffig sind und versuchen dann quasi unser Omasein als Kompensation smuster für unsere nicht gelebte Mütterlichkeit zu nutzen. Also wir haben uns sehr stark mit familiären Situationen auseinandergesetzt, wo wir festgestellt haben, dass häufig eine Art von Missbrauch stattfindet, dass Menschen sich nicht so positionieren, wie es sein sollte. Daran kannst du dich doch gut erinnern.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Das kann ich. Das sehe ich genauso. Das passiert leider häufig und das darf eigentlich nicht sein.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Genau das darf eigentlich nicht sein. So, und wir haben ja viel über uns, auch als Großmütter gesprochen und und und. Wir dürfen ja schon da mitreden, weil wir sind ja schon Großmütter und auch ganz stolz darauf, natürlich logischerweise. Wir haben aber auch über das Thema der Positionierung im familiären System gesprochen und ich weiß noch genau, dass ich mir zum Schluss erlaubt habe zu erwähnen, dass du schon ganz lange mit deinem Mann zusammen bist und ihr natürlich dadurch auch wirklich ein gutes Familiensystem darstellen könnt. Weil du als Mutter durftest dich in der Mütterlichkeit leben und hast deinen Kindern das geben können, was du geben wolltest. Und ich weiß, dass du stolz bist auf dich als Mutter und als Oma. Gott sei Dank. Genau. Und dann dein Mann, weiß ich, er ist auch wirklich Vater, Ehemann, Vater, Freund. Alles und natürlich auch Opa. Das heißt, er lebt also auch die Form. Ihr seid natürlich, und das muss ich jetzt dazu sagen, zum Leidwesen von vielen Zuhörern, die sagen Das habe ich nicht gehabt. Ihr seid aber so ein Vorbild eigentlich, wie es sein könnte oder wie es in Anführungsstrichen eine ideale Form wäre, was sein könnte. Ich glaube, du bist dir aber über diesen Reichtum absolut bewusst, oder?

 

SPEAKER: GABI WESTER

Das bin ich, das bin ich auf jeden Fall und das freut mich auch sehr. Natürlich muss man dafür auch was tun. Man muss offen sein für bestimmte Gegebenheiten, man muss auch an sich arbeiten, man muss den Dialog suchen. Wie gesagt, Reden ist wichtig. Aber wie du das gerade auch schon gesagt hast ich bin sehr lange in der Beziehung mit meinem Mann sehr glücklich und dementsprechend kann ich einfach nur sagen, habe ich es auch genossen Mutter zu sein. Ich genieße es Oma zu sein und wir können miteinander im Prinzip das weitergeben oder versuchen, das weiterzugeben, was wir selber seit vielen, vielen Jahrzehnten Miteinanderleben erarbeiten und fühlen.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Das hört sich super an und das kann auch bestimmt jeder nachvollziehen, der gerade deinen Worten gelauscht hat. Man muss allerdings dazu sagen, dass es viele Menschen gibt, die das nicht haben. Und häufig ist es so, dass viele sich auch darüber beklagen und sagen Ja, meine Eltern haben sich irgendwann getrennt. Dadurch habe ich in mir eine Schieflage. Ich weiß und ich will jetzt da nicht übergriffig sein wollen, auch nicht zu stark ins Detail, auf keinen Fall. Aber ich weiß, dass auch du oder auch der Mann. Ihr kommt auch nicht aus den idealen Elternhäusern, sondern ihr habt das gemacht, was ihr geleistet hat. Du hast das eben in einem Nebensatz so gesagt und das war ja, man muss auch dafür Sorge tragen, man muss sich auch darum kümmern. Genau das ist auch der Punkt. Ich bin der Überzeugung, dass ich jetzt auch hier schon mal ganz deutlich formulieren Ich bin der Überzeugung, dass man sich nicht vertut mit dem Partner, sondern dass man Partner wählt. Also wenn die Herzenergie stimmt, der einem entspricht. Ich glaube, dass meistens Missverständnisse und ein zu wenig miteinander arbeiten oder auch an der Thematik festhalten. Ich glaube, dass das häufig dazu führt, dass wir in der heutigen Wegwerfgesellschaft uns aus partnerschaftlichen Situationen lösen, die für uns keine Substanz bringen. Ich glaube, vieles kann man im Vorfeld abfedern. Ich persönlich sage immer Ja, wenn eine Partnerschaft nicht mehr funktionieren sollte, aus welchen Gründen auch immer, okay, kann man sich trennen. Wenn wir natürlich Kinder im System haben, ist das nochmal was anderes, weil nicht nur wir trennen uns von dem Partner, sondern wir nehmen auch dem Kind ein familiäres Ensemble weg. Das dürfen wir nicht vergessen. Das heißt, das Kind verliert eine wichtige Lebenspartnerschaft. Natürlich ist es häufig so, dass man sagt über Besuchssituationen, so, da kommen wir auch noch mal drauf kann man das ein wenig ausgleichen, Aber es ist nicht dasselbe. Es ist was ganz anderes, ob ich mein Papa jeden Tag irgendwie sie, auch wenn das nur zwischen Tür und Angel. Es gibt ja manche Frauen, die auch sagen ja, die haben sich ja eh nie oft gesehen, weil er war ja so viel unterwegs. Aber darum geht es nicht. Es ist was anderes, wenn du mit jemanden lebst, als wenn derjenige nicht mehr vorhanden ist.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Mann Auf jeden Fall. Auf jeden Fall. Weil ein Kind braucht in der Regel beide Elternteile und zwar ständig. Und wenn sich Eltern trennen, ist das natürlich nicht der Fall. Und das was du gerade angesprochen hast mit dem Besuchsrecht und dann ab und zu sehen regelmäßig, das ist ja dann in dieser Situation noch der Idealfall, weil selbst das wird ja nicht oft gelebt, weil leider, leider, leider kann, habe ich selber im Bekanntenkreis erlebt ist es so oft, dass wenn Eltern sich trennen, kommt es zum Krieg und zum Rosenkrieg. So nenne ich das mal und dann sind die Kinder die Leidtragenden. Dann wird um das Besuchsrecht gefeilscht, dann um und das ist dann wiederum es wird also die Kinder werden dann wieder benutzt um die Feindseligkeit der Eltern im Prinzip, wer ist der Stärkere?

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Aber da gehen wir später drauf ein. Okay, da greifst du jetzt gerade schon vor. Nein, alles überhaupt gar kein Thema. Ihr merkt, dass wir einen Post Podcast machen, der einfach aus dem Spontanen heraus in der Kommunikation ist. Und das, was die Gabi anspricht, ist natürlich genau auch unser Thema. Herrlich. Aber was sie, worauf ich worauf ich hinaus wollte, ist ganz einfach so! Ich weiß auch, dass du bestimmt irgendwann eines Tages gedacht hast, du könntest es mir alles zu viel. Und vielleicht warst du auch nicht immer ganz grün mit deinem Schatzi, aber die Kinder haben dich vielleicht auch noch mal dazu gehalten und motiviert zu sagen Ich bleibe hier im System, ich kämpfe um die Beziehung.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Ja, ich denke, es gibt keine Beziehung, die nicht mal dunkle Phasen hat. Das gehört zum Leben dazu. Wir sind also in einer Partnerschaft gibt es zwei Individuen, die ihre Persönlichkeit haben. Man kann nicht immer einer Meinung sein, man hat auch das Leben ist nicht immer nur schön, Man hat vielleicht mal schwierige Zeiten, extreme Probleme, die einen beeinflussen. Das hat bestimmt jeder schon mal erlebt. Und dann ist es umso wichtiger, miteinander zu reden, Lösungen versuchen zu finden und nicht direkt die Flinte ins Korn zu schmeißen und zu sagen Ach nee, das ist mir alles viel zu viel und jetzt kann ich überhaupt nicht mehr und jetzt trenne ich mich. Das ist das Problem, was heute viele einfach manchmal auch zu schnell machen. Ich bin auch deiner Meinung. Und um Gottes Willen, wenn eine Partnerschaft nicht funktioniert, sollte man nie nur zusammenbleiben. Ja, das geht halt nicht anders, weil nebeneinander leben ist genauso schlimm oder manchmal sogar noch schlimmer, als wenn man sich trennt.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

So, und jetzt kommen wir aber auf einen ganz wichtigen Punkt. Also es ist tatsächlich so wir müssen einmal von ausgehen. Dem Partner, den ich mir wähle, mit dem ich auch Kinder bekomme, ist nicht irgendwer. Und das ist nicht der dahergelaufene Postbote oder sonst irgendwas. Natürlich kann es sein, dass man sich durch irgendjemanden befruchten lässt. Wie das sein kann, weiß ich auch nicht. Aber es gibt solche Fälle. Lassen wir es so stehen, aber im Regelfall auch in so einer Situation. Es passiert nichts. Umsonst haben wir mit dem Menschen zu tun. So, und wenn eine Partnerschaft nicht mehr funktioniert, ich stimme dir zu, dann könnte man die sauber trennen. Aber dann hat man immer noch die Elternschaft. Die Elternschaft ist eine andere Konstellation als die Partnerschaft und sollte zum Wohle der Kinder dienen, der gemeinsamen Kinder. Eine Partnerschaft, die man gewählt hat, aus der Konstellation heraus, dass man das Leben wollte, hat eine Basis. Du hast das vorhin so rausgeknallt, Du hast gesagt, dann gibt es einen Rosenkrieg und was weiß ich nicht. Das kennt man rechts und links, überall hört man das. Weißt du, was das ist? Das ist total spannend. Menschen, die sich trennen aus Wut heraus. Weil sie irgendwann angefangen haben, den Partner zu kritisieren, Der gefällt mir nicht. Das macht er nicht richtig. Das macht man, macht er nicht richtig. Als Beispiel, weil man das vielleicht schon aus der eigenen Kindheit heraus kennt. Den redet man sich madig und irgendwann hat man das Gefühl, man muss den Weg aus dem System rauskicken. Und dann? Trennt man sich, weil man sich das versprochen hat. Ich gehe und habe vielleicht 100.000 mal mit der Freundin gesprochen und ich muss den verlassen. Und wann machst du es denn endlich um? Was weiß ich nicht. Dann sieht man das durch. Ich nenne es mal wütend auf den Partner und vor allen Dingen auf sich, auf sich selber, weil man das Gefühl hat, warum habe ich den eigentlich verlassen? Er hat mir doch entsprochen. Und Rosenkrieg bedeutet immer. Hey, du Mistfisch. Ich liebe dich. Und ich hasse dich. Ja, und man will dem anderen auch im Weg stehen, dass der sich nicht neu verliebt. Jetzt geh mal von aus. Eine hat eine neue Partnerin. Einer der Partner, eine neue Partnerin oder neuem Partner. Dann fühlt der andere sich betrogen. Logischerweise, weil eine Zweierbeziehung kann, auch wenn sie getrennt werden will, bitte am besten in einer sauberen, guten Moderation klar an den Tisch gesetzt. Wir sind so und so lange miteinander gegangen. Wir haben das und das im Leben aufgebaut. Wenn wir uns trennen wollen, müssen wir Themen auseinanderdividieren. Ja, das gehört dazu. Und wir müssen, wenn wir Kinder haben, Zukunftsmodalitäten schaffen des Umgangs miteinander in Frieden, auch gerade bezüglich der Kinder. Weil das gibt es auch ohne Rosenkrieg, weil einfach die Beziehung dann nicht mehr die Quintessenz gebracht hat man das erwachsen genug sagt die Kinder sind jetzt über zehn und nun? Wir beide wünschen uns dann was anderes. Und dann sitzt man später zu viert vielleicht am Essenstisch und geht miteinander essen, das heißt auch mit den neuen Partner. Und ich sage immer alle Eltern Hey, ihr müsst so gut miteinander umgehen können, dass ihr wirklich auf den Hochzeiten eurer Kinder miteinander tanzen könnt, weil es ist euer Werk. Ja. So, und Großmutter und Großeltern oder Eltern ist es total egal, was wir wählen. Der Frieden miteinander ist das Wichtige. Und wenn du wie du so schön gesagt, dass wenn eine Partnerschaft nicht mehr funktioniert, weil sie einem nichts mehr gibt, das ist meine Devise. Darf man sich sauber trennen? Und Rosenkrieg ist immer der Hinweis Ich wollte mich nicht trennen. Also Teil Persönlichkeiten in mir wollten sich partout nicht trennen und wir haben in jeder Beziehung und das war das, wo ich dich heute angucke, da habe ich hundertProzentig auch die Gabi in diesen Ich weiß nie. 45 Jahre sind es wenn.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Und 40.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Jahre. Wow. In 45 Jahren gab es mit Sicherheit die ein oder andere Szene oder Situation, wo doch die Gabi oder vielleicht auch der Partner gedacht hat Oh, ich weiß nicht, ob ich das noch immer will. Vielleicht eine kurze Sequenz. Es ist total egal. Auch das ist legitim. Manchmal brauchen wir auch ein Stück Distanz, um wieder zu spüren, wie weit wir uns vermissen. Wir beide sind ja jetzt auch wir sind wirklich unterwegs. Leute, Wir sind auf dem Schiff oder durch die Gegend und nehmen dem Podcast auf. Ich weiß genau, wie sehr du dich freust, dein Mann wieder zu sehen. Und ich weiß, wenn du zum Essenstisch kommst und du hast mit ihm Kontakt gehabt, das das immer noch wie Herzklopfen spürbar und es ist toll.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Ja, das stimmt, das stimmt. Ich freue mich. Ich bin total glücklich hier zu sein und ich freue mich aber wieder riesig auf ihn und das finde ich wirklich toll nach so langer Zeit. Aber ich gebe dir auch recht, dass natürlich, wie ich vorhin auch schon mal gesagt habe, gibt es immer in einer Beziehung auch mal eine dunklere Phase. Selbstverständlich. Das gehört aber auch dazu, um sich über den anderen wieder Gedanken zu machen, Weil egal wie lange man zusammen ist, jeder Mensch verändert sich im Laufe des Lebens durch bestimmte Gegebenheiten. Und dann muss ich schauen, komme ich mit den anderen, mit der anderen Situation meines Partners klar oder mit seiner Veränderung oder hat er sich wirklich verändert? Oder ist das nur meine Wahrnehmung? Das kann ja auch schon mal passieren. Dann muss man sich die Frage stellen Was möchte ich von meinem Partner? Möchte ich mein Partner so haben, dass er mich in seiner Person, in seiner Ehrlichkeit wirklich liebt und nimmt, wie ich bin? Oder möchte ich eine Person als Partner haben, den ich mir so gedreht habe und so beeinflusst habe, dass er sich so verhält, wie ich es gerade zu dem Zeitpunkt gerne möchte? Ich weiß nicht, ob das dann befriedigend ist. Man muss auch versuchen, wirklich Akzeptanz zu zeigen dem Partner gegenüber, weil jeder Mensch verändert sich im Laufe des Lebens und man kann ist meine Meinung auch in dieser Veränderung etwas Positives, Schönes, Spannendes? Natürlich, das Leben ist spannend. Das ist doch auch toll, dass es so ist.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Genau. Also absolut. Das wird sich natürlich alles, was ich unheimlich positiv an so jetzt schon überlegen Zuhörer wie kann das sein, dass die so positiv ist.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Ich bin so positiv, weil. Ich bin so positiv, weil ich dankbar bin, das Glück zu haben. Einen Menschen an meiner Seite zu haben, mit dem ich durch dick und dünn gehen kann, wo ich weiß. Wir können alles schaffen, wenn wir zusammenhalten. Und das geht nur zusammen.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Absolut. So, und dann machst du aber eine ganz wichtige Sache. Du denkst immer positiv. Ja, natürlich. Ja, aber das ist der Punkt.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Das Glas ist entweder halb voll oder halb leer.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Genau. Aber das ist der Punkt. Es gibt unheimlich viele Menschen. Gerade wenn ich schon Kritik in der Kindheit erfahren haben. Also Menschen, die viel Kritik erfahren haben. Das ist nicht gut. Jenes ist nicht gut. Und wenn die das nicht umsetzen? Ich weiß, dass du auch du Kritik in der Kindheit erfahren hast, die nicht gerechtfertigt war. Ich weiß, dass es dein Verdienst ist, dass du dieses gewandelt hast und hast gesagt ich denke positiv. Das ist die Quintessenz auch eurer Beziehung, nicht nur die Liebe. Sondern immer dieses positive schauen, das Positive gewichten. Auch offen miteinander reden können. Das können viele nicht. Viele Menschen fangen irgendwann an zu kritisieren. Kritisieren heißt aber auch Ich bin mit mir nicht im Reinen, weil du sagst ja auch. Auch wenn ein Mensch sich verändert, ihn auch einfach mal lassen und trotzdem gucken. Und wenn dich selber betrifft, kann man darüber sprechen. Ja, die Kommunikation ist ja ein ganz, ganz wichtiger Faktor. Du denkst aber grundsätzlich positiv und durch das positive Denken habt ihr immer einen guten und sauberen Nährboden.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Das stimmt. Und ich möchte dazu noch sagen das konnte ich nicht immer. Das habe ich gelernt. Das hat auch. Es war nicht ganz einfach. Und das sage ich auch für jeden, der das hört. Man kann sich ändern, wenn man eher den Hang hat, vielleicht etwas negativ zu sehen. Es gibt Menschen, die haben das. Man kann das ändern, man kann an sich arbeiten und das Leben ist einfach schöner und wirklich gehaltvoller. Wenn man es schafft, wirklich an sich zu arbeiten. Wie gesagt, das ist nicht einfach. Das geht auch nicht von heute auf morgen. Aber wenn man das geschafft hat, hat das Leben und das ganze Drumherum eine ganz andere Wertigkeit. Und das gibt so viel Kraft und Energie und die kann ich dann wieder weitergeben. Und das finde ich das Tolle.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Genau das hast du auch wahnsinnig toll formuliert. Und das ist aber auch genau der Punkt. Die meisten Menschen denken negativ. Und zwar auch nicht im kompletten System, sondern wir bestehen ja aus sogenannten Teilpersönlichkeiten. Und es hat auch was mit Erziehung zu tun. Und wenn wir uns wohlfühlen und immer das Positivste wählen, dann schaffen wir auch viel im Leben und da macht es uns Spaß. Ja, auch ich muss dazu sagen, ich habe dich ja vorhin erst gefragt, ob du dich uns zur Verfügung stellst, damit ich mit dir was aufnehmen darf. Und du hast da. Klar, warum denn nicht? Wir schauen mal, was passiert und wir sehen, was passiert. Und es ist einfach schön. Und das Wichtige ist, dass man es einfach tut. Also, dass man nicht stundenlang überlegt, was können wir denn hier machen oder da macht Blödsinn, sondern man tut es, weil man es tun möchte. Und man tun es und man tut es aus gutem Gefühl heraus. Und so müssen wir und ich sage mal ganz bewusst müssen auch wirklich an unseren Partner denken, positiv an unsere Kinder, positiv denken, in Freude denken. Wir gewinnen Kraft. Ich sage mal, es ist die Lachfalten, Bildung. Da haben wir auch noch drüber gelacht, ob wir aufhören sollen. Wegen der Falten, weil wir zu lachen, haben wir uns entschieden.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Auf keinen Fall, auf keinen Fall.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

So und und viele Menschen machen den Fehler und sie erlauben sich irgendwann negativ zu denken. Wenn ich irgendwann anfange, negativ zu denken und kritikfreudig zu sein, aber niemals anpacke und nicht mit meinem Partner aus dem Feld räume, dann habe ich eine Schieflage. Ich bilde selber eine Schieflage und dann wird irgendwann alles zu viel, weil der Partner oder die Unzufriedenheit gegenüber dem Partner ein riesen Feld einnimmt. Kannst du dir vorstellen, wenn du ein Widersacher in dir drin hättest, der permanent deinen Partner kritisieren würde, hätten wir. Wir hätten den auch permanent als Gesprächsthema. Ja, weil wir die ganze Zeit damit beschäftigt werden. Aber das haben wir nicht, weil es ja nichts gibt. Und das ist total einfach.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Ja, und ich finde auch, das Problem ist, Menschen, die immer nur negativ denken, die haben nachher den Kopf nicht frei für positive und andere Dinge. Und ich bin der Meinung. Es wird nachher so, dass immer mehr Kleinigkeiten diese Menschen auf die Palme bringt. Es ist dann wie ein Fass, das überläuft. Da sind dann vielleicht Situationen, wo die vor längerer Zeit auch da hätten die drüber gelacht. Weil die aber nur in ihrem Strudel dieser negativen Gedanken sind, kommt immer mehr hinzu. Was, wo sie früher vielleicht drüber gelacht hat, wenn der Partner weiß ich nicht irgendeinen Blödsinn macht, wo sie sich darüber aufgeregt haben. Und wenn es die Socken sind, die auf dem Boden ist ja ganz egal. War jetzt wirklich eine Lust. Die sollte ein lustiges Beispiel sein, wo man normaler komm ist egal. Es wird sich immer mehr über Kleinigkeiten aufgeregt und dieses Aufregen kann nachher auch immer mehr ausarten und dadurch wird der Raum für andere Dinge total in Anspruch genommen und den gibt es nachher gar nicht mehr. Und das führt dann dann nachher oft zur Eskalation.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Genau, und dann ist es so, dass viele Menschen ja dann noch eine leichte Ursachenbekämpfung oder Ursachenforschung heran treiben und dann zum Beispiel das eigene Elternhaus blicken und sagen Ja, das habe ich gelernt aus dem und dem Grunde. Das stimmt sogar sehr häufig. Ja, aber wir können es ja verändern. Das ist ja das Schöne. Wir können es verändern und können uns bewusst machen okay, wir leben Partnerschaft so und das ist natürlich allen dienlich, vor allen Dingen unseren Kinder so. Aber noch mal im Klartext zurückzugehen, damit wir auch gleich uns schon auf unseren nächsten Podcast noch einstimmen, den wir ja vorhaben, Da geht es ja um die Scheidungskinder. Also wenn eine Partnerschaft tatsächlich nicht mehr funktionieren sollte, egal ob durch Negativgedanken oder oder. Wobei ich wirklich dazu sagen möchte und das ist mir nochmal wichtig. Ich bin überzeugt davon, dass die meisten Partnerschaften, die gerade langwierige Streitsituationen haben, langwierige Auseinandersetzungen haben, grundsätzlich sehr viel enttäuschte Liebe in sich tragen und eigentlich Partnerschaft gewesen wären, die viel länger geplant waren, im Positiven zu leben. Aber man hat die positive Kurve nicht gekriegt. Also das heißt auch, liebe Gabi, wenn du so ein Mensch gewesen wäre, es hätte sein können, dass auch du schon lange geschieden wäre, es aus irgendwelchen Nichtigkeiten, wo du heute sagen würdest Oh Gott, dann würdest du heute deinen Mann sehen. Wir sagen Was soll's, ich schlief denn immer noch. Ich bin jetzt nicht an seiner Seite. Wie grausam. So habt ihr das Gott sei Dank nicht. Ihr habt das überhaupt gar nicht zugelassen, dass diese Partnerschaft in irgendeiner Form einen negativen Touch bekommen kann. Und deswegen werdet ihr bis ins hohe Alter wahrscheinlich Arm in Arm dahin. Keine Ahnung, wie das ist mit der Macht, aber. Aber du weißt, was ich meine. Einfach in Liebe, weil wir lieben ja den Partner, den wir letztendlich auch haben. Und wie gesagt, und wenn es gar nicht anders geht, dann sollte man gucken, dass man wirklich alle negative Gedanken trotzdem wegwischt, dass eine Partnerschaft sauber getrennt werden kann, damit sich keine Scheidungskinder bilden, auf die sich dann Muster niederlegen. Und das ist genau das Thema des nächsten Podcasts. Und deswegen beenden wir hier die kleine Episode mit einer absolut glücklichen Gaby, die darauf wartet, ihren Herzallerliebsten wieder in die Arme schließen zu können. Und das über die lange Zeit. Ganz, ganz lieben Dank, liebe Gabi, und vielen Dank fürs Zuhören. Und ja, wir freuen uns, wenn ihr weiterhin uns zuhören möchte. Bis dann. Tschüss!