Podcasts OPALIA Family e.V. - Schiff #05 TrennungsgehilfInnen

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Hallo, dies ist ein neuer Beitrag von Opalia Talk für Opalia Family. Mein Name ist Sabine Guhr- Biermann und bei mir sitzt die Gabi Wester. Sehr schön, liebe Gabi. Wir haben jetzt schon einige Podcast aufgenommen. Wir sitzen also immer noch in der Kabine. Wir sind mitten auf der See. Es macht uns super viel Spaß. Ich habe immer den Blick nach draußen. Wo in die andere Richtung. Aber es ist sehr schön. So, und wir haben uns jetzt ganz viel mit dem Thema Partnerschaft auseinandergesetzt. Da war ja so löblich ganz deine Partnerschaft im Vordergrund. Ihr seid ja schon so ewig lange zusammen und du hast uns natürlich auch sehr viel mitgenommen, in dem du uns berichtet hast, wie du Partnerschaft lebst, dass also immer wieder positive Energie reinlegst und auch die Kommunikation ganz, ganz wichtiger Part ist. Dann haben wir über Scheidungskinder gesprochen, die sich ja nur entwickeln, wenn man in der Beziehung keine Chance mehr sieht und aber trotzdem die Beziehung sich madig geredet hat und eigentlich wütend auf den Partner ist und diese Rosenkriege entstehen und Kinder auch erpresserisch genutzt werden, weil man einfach nicht in der Kommunikation die Sachen geklärt hat. So, und jetzt sind wir auf einem ganz wichtigen Brennpunkt Thema, was immer so einbrennt. Also ich habe so dreist gesagt, alles was in der Zweierbeziehung beschlossen wurde, kann auch nur in der bezahlten Zweierbeziehung wieder getrennt werden. Das heißt, eine dritte Person hat da drin nichts zu suchen. Und wenn wir zum Beispiel einen Partner haben, also einen Mann, ein Vater haben, so ein Ehemann, ein Vater, der das Gefühl hat, er kann sich nicht leben, was weiß ich aus welchen Gründen, vielleicht schon übernommen aus der Kindheit, egal zu gucken. Und dieser Mensch will sich jetzt trennen und sucht sich eine neue Partnerin, um den Absprung zu schaffen. Also dann braucht er ja eine Partnerin, die ihn mitnimmt, die ihn trägt und die ihm ganz viel Energie und Kraft gibt, damit er sich überhaupt lösen kann. Diese Menschen grundsätzlich, die sich trennen aus einer Drittbeziehung, wenn die Partnerschaft noch funktioniert, das muss man dazu sagen. Es sind Menschen, die als Statisten da stehen. Also die sind nicht wirklich wahrhaftig, weil man ja gar nicht tatsächlich Partnerschaft mit mehreren Personen so leben kann, wie man es leben will. Also auch wenn welche sagen, man kann das. Nein, kann man nicht. Also man steht wirklich nebeneinander. Also wenn eine Partnerschaft wirklich kaputt sein sollte, egal aus welchen Gründen, muss man sie trennen, Man muss sich wieder befreien und man muss den partnerschaftlichen Platz aufräumen, damit überhaupt die Möglichkeit besteht, dass man sich auch tatsächlich wieder neu verbinden kann. Sonst funktioniert das System nämlich auch nicht. Meistens ist es aber so, dass diese Partner, die dann gewählt werden, auch als Trennungsmodalitäten grundne so natürlich spüren, dass sie eigentlich eine Alibifunktion darstellen. Und deswegen greifen die natürlich extrem. Also eine Frau zum Beispiel, die sich Mann ausgeguckt hat, der auch wirklich in der Aura spürbar seine Familie hat. Und glaub es mir, das weißt du auch, das ist spürbar. Eine ein fester Familienverbund ist spürbar und zwar für jeden. So, und wenn diese Frau dann was weiß ich vielleicht ist, Arbeitskollegen diesen Arbeitskollegen haben will und kommt ihm dann näher und und und versucht sie ihn auf seine Seite zu ziehen. Das heißt sie versucht ihn zu kuscheln. Viele Menschen gehen noch hin und reden negativ über den Partner. Obwohl das ist wirklich das Unattraktiv, was man machen kann. Also wirklich, es geht gar nicht. Ein NoGo aber wird halt häufig gemacht. Damit bekommt die andere Person aber schon Informationen, was an dir nicht gut wäre. Also wenn du jetzt die Frau wärst, die man verlassen würde. Ich nehme dich mal wieder gerne als Statist, Du kennst mich ja. Nö, so was bei dir niemals der Fall ist, aber dann würde sie vielleicht irgendetwas über dich erfahren und sie beschäftigt sich mit dir. Das heißt, sie betritt eigentlich euer Partnerschaftsfeld. Ja, und über das Betreten des Partnerschaftsfeldes kommt sie an Informationen von dir. Du wirst sie auch spüren und dadurch bildet sich meistens eine Dreierkonstellation. So, dieses ist ein sehr gängiges Muster und ein sehr unschönes Muster. Ich sag es mal so das sind die. Ich drück das ganz nüchtern aus. Ich glaub, ich schmeiß euch gleich alle weg. Aber das sind für mich die Unterhosen Schnüfflerin hahahahahaha so bezeichne ich das ja, aber passen das? Man geht im Grunde genommen in die Intimsphäre des anderen rein, um jemanden darüber zu binden, also sich quasi zu parfümieren, wenn es so willst. Aber jetzt kommt das beste noch, dann hat der Partner noch Kinder und sie ist vielleicht kinderlos und dann will er natürlich auch vielleicht seinen Eltern auch gerecht werden, die sagen Ach Gott, wie kannst du dich denn trennen und und und und was ist mit den Kindern? Er sagt No problem alle 14 Tage. Ich bin jetzt Besuchspapier. Alle 14 Tage hol ich die mir, dann sind die bei mir und die haben auch den Platz um. Dann gehen wir in den Zoo und wir gehen Eis essen und und und. So dass die Großeltern sich beruhigen, sagen ja, es. Ist ja überall passiert. Im ganzen Haus haben sich alle schon getrennt. Gut, da muss man akzeptieren. Unser Sohn jetzt auch. Jetzt kommt eine neue Partnerin, dann kommen seine Kinder und Kinder können auch, sorry, kleine Biester sagen. So, und dann gehen die natürlich hin. Gerade Mädchen macht das besonders. Ey, ist mein Papi und den knuddel ich nur so und dadurch kann Eifersucht hervorkommen. Natürlich. Und dann gibt es natürlich auch viel Konkurrenzkampf. So viele Männer merken, dass das gar nicht reicht. Ich kann immer nur allen Männern raten. Also wir sind jetzt gerade bei der männlichen Konstellation. Wenn ihr Besuchspuppies seid, ja bitte seid nicht nur Besuchspapis, sondern wirklich Väter und Väter sein heißt auch, dass ihr die Verantwortung führt. Und es darf gar kein Konkurrenzkampf sein. Das heißt, wenn ihr irgendeine Unebenheit spürt, redet mit eurer Partnerin, wo sie steht und setzt euch mit euren Kindern auseinander. Die Partnerin sollte auch nicht direkt anwesend sein, weil das macht es auch nicht attraktiver, wenn Papi gegangen ist und du dann später. Ja, du hast ja direkt die, die was, was ich die Clarissa da auf dem Bettchen sitzen. Wenn dein Sohn das später zu dir sagt, musst du auch nicht gerade begeistert sein. Also wenn man sich trennen will, sollte man auch viel Zeit alleine mit den Kindern verbringen und nicht in Kombination. Weil die Kinder haben keinen Bock sich an den neuen Partner zu gewöhnen. Peu a peu, ja vielleicht auch mal stundenweise. Oder man unternimmt den ganzen Tag und geht sie dann besuchen und dann gibt es lecker Essen, dass man auch ein bisschen Zeit miteinander verbringen. Aber es gibt auch viele Männer und das wage ich hier auch sagen, die so wenig Zeit mit ihren Kindern verbracht haben, dass sie total überfordert sind, wenn sie auf einmal ein ganz Wochenende haben, weil die gar nicht wissen, wie sie die bespaßen sollen. So, das kommt ja auch noch dazu. So, und dann gibt es oftmals Konkurrenzsituation, Ja, das heißt, die Frau spürt, äh, die Mutter kriegt das aber besser hin. Ja, der Mann spürt es aber auch und sagt er Komisch, bei meiner Frau ging das aber alles ein bisschen einfacher. Klar eingespieltes System. Und dann gibt es nachher richtig Konkurrenzkämpfe unter den Frauen, Spannungsverhältnisse, wobei die Mutter ja gar nichts damit zu tun hat, weil das interessiert sie nicht mehr. So und dann gibt es natürlich das Übertragen noch auf die Kinder und dann gibt es Ewigkeiten Stress. Und ich sag euch ganz ehrlich, die wenigsten Beziehung überleben das. Die wenigsten Beziehungen so die Kinder erleben. Dann haben die sich vielleicht gerade an die neue Partner ein bisschen gewöhnt, sagen Ja, die ist halt ein bisschen, die kocht ein bisschen komisch oder was weiß ich als Kind dann schon mal sagen so ja, haben sie aber dran gewöhnt. Dann sagt er an Ich hab dich entsorgt, ich hab jetzt eine, eine was weiß ich, eine Tina oder oder oder Luise oder sonst irgendwas. Das macht das nicht besser, weil die Kinder müssen sich ja schon wieder an jemanden neu gewöhnen. Muss von ausgehen, auch wenn Kinder etwas Zeit brauchen. Die gewöhnen sich an andere Menschen, und zwar relativ schnell. Und wenn dann wieder jemand wegfällt, das löst in ihnen nachher das Gefühl aus, dass sie das gar kein, gar kein Bedürfnis mehr haben, sich mit irgendjemand zu verbinden, den der Vater nach Hause bringt. Ja, und diese Konkurrenzgeschichten. Also ich habe wirklich in 33 Jahren Berufserfahrung Sachen auf den Tisch gelegt bekommen in meiner Beratungspraxis. Da schlag das Du mit den Ohren, da gibt es Eifersuchtssituation bis zum geht nicht mehr. Und wirklich, es wird gekämpft um den Mann, der sich dann nicht positioniert. Also passiert grundsätzlich nicht, wenn er sich positioniert.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Und das ist das, was ich gerade einbringen wollte. Ich finde der Mann hat sich immer zu positionieren, weil auch in dieser Situation oder in dieser Gegebenheit geht es primär n immer um die Kinder. Also wenn er merkt, dass seine neue Partnerin im Prinzip seine Exfrau in diesem Falle auch da wieder hintergehen will, bevormunden will, über sie stehen will und dafür die Kinder benutzt, was wieder auch eine Art von Missbrauch ist. Aus meiner Sicht hat der Mann dagegen etwas zu tun. Das ist schon mal das erste.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Aber was kann er tun.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Was kann er tun? Also erst mal würde ich sagen, diese Dreierkonstellation. Wenn der Vater eine neue Partnerin hat, bringe ich die nicht direkt mit meinen Kindern zusammen. Ich muss erst feststellen Passt das wirklich? Ich kann nicht. Heute sie in drei Wochen, die in drei Monaten die und im halben Jahr die. Das ist für die Kinder eine ganz schwierige Situation.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Also nimmt auch viel von seinem Flair. Das muss man.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Angreifen, nimmt auch viel von seinem Flair selbstverständlich, weil.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Auch die Kinder haben feste Beziehungspartner, schlafen in ihren Freundschaften natürlich, wechseln ja auch nicht.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Permanent genau. Ist auch wieder eine ganz, ganz schlechte Vorbildfunktion. Nämlich gar keine in dem Fall, weil er kann ja seinen Kindern gar nicht beibringen, Kontinuität und Verlässlichkeit, weil er ist in dem Moment nicht verlässlich. Also muss er erst mal versuchen, eine neue Partnerin zu finden, die zu ihm passt, wenn er das möchte. Und erst, wenn das über mehrere Monate wirklich gefestigt ist. Mehrere Monate bei dem einen dauert so lange, bei dem anderen dauert so lange. Aber dann kann ich das doch erst mit meinen Kindern in Verbindung bringen. Da muss er sich mit der mit den Kindern treffen, wenn die andere Frau nicht dabei ist. Das ist ganz, ganz, ganz wichtig. Und kommt dann später die Konstellation, dass die neue Partnerin die Mutter der Kinder kennenlernt? Hat der Vater dafür zu sorgen, dass es ein harmonisches Zusammentreffen ist? Weil auch er kann das beeinflussen, wie das Zusammentreffen abläuft. Wenn nämlich da sofort die Situation von einer Eifersucht, einem Ich bin besser wie du. Man spürt, wenn man etwas Feingefühl hat, dann sofort das Knistern in der Luft. Da stimmt was nicht und das überträgt sich auf alle Beteiligten. Und das ist die falsche Grundvoraussetzung.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Genau das ist die falsche Grundvoraussetzung. Und diese Treffen finden ja meist noch nicht mal statt. Das ist ja das Krasse. Das heißt, Männer, die sich nicht positioniert fühlen, die weder so richtig in die Väterlichkeit reingegangen sind, noch richtig in die Beziehung, weil ein Mann sorry oder auch eine Frau, die wirklich richtig in die Beziehung reingegangen sind, die trennen sich nicht über eine dritte Konstellation. Das ist einfach so! Ja, das stimmt. Also das muss man dazu sagen. Und die schaffen auch eine Ordnung und die würden auch sagen zu der Partnerin Mir ist wichtig, dass du meine Exfrau kennenlernst. Ich will, dass ihr euch an einen Tisch setzt und würde auch sagen zu der Exfrau. Es wäre mir unheimlich wichtig, dass du hier meine neue Partnerin kennenlernen. Zwar, die verbringt ja auch Zeit mit unseren Kindern und es wäre schön, wenn ihr auch in Kommunikation. Ihr müsst euch nicht lieben, ihr müsst euch nicht besonders Männer mögen, aber es ist wichtig, dass eine Kommunikation da ist und das bringt den Kindern sofort bei. Auch die können ja auch miteinander reden. Und das ist ja tatsächlich so, ich sage, ich habe das ja in meiner gut, bei uns sind alle Kinder groß, aber ich magister sie sehr. Also ich magister die. Die Exfrau von meinem Mann sehr gerne. Also wir freuen uns, wenn wir uns sehen, weil es gibt ja auch Gemeinsamkeiten, es sind so die Kinder und dann kommen die Enkelkinder und was weiß ich nicht. Es ist so viel, was da dranhängt und das ist wichtig, dass man das auch wirklich sieht.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Es gibt ja in diesen Fällen auch das Leben davor und das gehört dazu. Das kann man ja nicht wegradieren, ausblenden, das soll man auch nicht. Es gibt das Leben vor dieser neuen Partnerschaft. Egal wie viele Jahre dieses alte Leben gedauert hat, das kann ich nicht weg revidieren. Das kann ich nicht aus meinem Gedächtnis streichen. Daraus sind die Kinder entstanden, das Kind, die Kinder, wie auch immer. Das gehört dazu und das muss ich mit einbauen. Und dann funktioniert das auch. Und wenn ich aber wenn zum Beispiel die neue Partnerin damit ein Problem hat, da stimmt doch dann schon etwas nicht, da ist doch logisch, da ist doch jetzt schon dann eine Rivalität. Man kann ja nicht eifersüchtig sein auf das Leben vor meinem Leben mit diesem Menschen. Das ist ja ein ganz falscher Gedankengang. Da kann ich doch schon davon ausgehen, dass auch bei der neuen Partnerin irgendwo was im Argen liegt. Von der emotionalen, von dem emotionalen Fühlen dieses Menschen.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Absolut. Aber es ist wirklich grundsätzlich die Positionierung in erster Linie desjenigen. Also wenn wir jetzt gerade hier die väterliche, die männliche Seite angesprochen haben, dann eindeutig die Positionierung von diesem Mann als auch Ex Ehemann oder Ehemann, als Vater und auch als neuer Partner.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Das heißt.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Wenn diese Person sich ganz klar positioniert, haben wir nicht solche Probleme. Es liegt also wirklich daran und es ist keiner, der sonst dafür verantwortlich ist, weil ihr bringt nur Unsicherheit rein. Wenn ihr nämlich zum Beispiel sagt ich habe mich aus der Beziehung getrennt und wenn es was mit meiner Frau zu regeln gibt oder Exfrau, egal wie er es bezeichnen will, dann regele ich das. Ich stehe als Vater total gradlinig da und du bist jetzt meine neue Partnerin, mit der ich mein neues Leben aufbauen möchte. Aber ich brauche auch Zeit für die Sortierung meines bisherigen Lebens in die Zukunft. Svariante. Weil das ist ja auch, wenn zum Beispiel ein Mann wenig mit den Kindern Freizeit verbracht haben sollte, was ja häufiger der Fall ist, weil das ja oftmals auch viel den Müttern obliegt und er jetzt auch die Kinder in der Besuchskonstellation hat, muss er sich ja auch erst mal an die neue Zeit gewöhnen. Auch die Kinder brauchen auch nochmal die Sicherheit von ihm, dass er da ist und die Verbindlichkeit, das pünktliche Abholen, die Kommunikation, auch das Interesse. Was ist hier? Was ist da? Für viele Kinder ist es zum Beispiel auch, wenn sie dann den Papa als Besuchspapa haben, der aber intensiv da ist, Manchmal sogar eine total tolle Form, wenn du die im Nachgang interviewt hatte. Auf einmal hat er Zeit und wir haben Dinge unternommen und und es total schön. Und die neue Partnerin war es okay. Er braucht Platz, er braucht Zeit, aber ich bin positioniert. Wir arbeiten schon an unserer Zukunft. Diese Verbindlichkeit ist ja dann auch für alle wieder gut, für die Kinder, die dann irgendwann mit dazukommen, aber auch für die explodieren irgendwie sagen ja, okay, jetzt hat der Klaus, Peter halt die, was weiß ich. Claudia Damit kann ich leben. Und das ist auch eine ganz Liebe, eine ganz aparte. Ich kann dir auch mal meine Kinder überlassen, weißt du, das kann ja später sogar sein, dass diese Claudia die Kinder abholt, weil weil der Klaus Peter es zeitlich nicht schafft und es gar kein Problem ist. Und jetzt war er noch auch hier, nimm die Tasche noch mit und so, weil dieses freudige Übergeben in das Wochenende, in die Zeit und auch wieder Übernehmen der Kinder ist ja auch ein ganz, ganz wichtiger Part, weil wenn die Kinder wissen, die Eltern sind damit einverstanden und ich sage mal, die Mutter braucht dann auch mal Zeit für sich, die will ja auch einen neuen Partner haben. Es gibt ja so viele Komponenten, aber das funktioniert alles nur, wenn man wirklich miteinander geredet hat. Und wenn beide auch der Meinung sind, ja, wir wollen das so. Und dann darf ein neuer Partner auch nichts dagegen sprechen. Man spricht auch nicht mit einem neuen Partner über den alten Partner, ob das Tabu total Sexualität gar nicht no go. Also man will ja nicht mit jemand, mit dem man leidenschaftliche Sexualität oder auch normale Sexualität soll. Ich muss ja nicht immer alles in Leidenschaft gelebt sein. Man will nicht, dass jemand anders das erfährt. Vor allen Dingen ist es ja auch ein gefärbtes Bild und man will ja nicht irgendetwas. Das geht alles nicht an! Man kann natürlich dann denjenigen beschreiben, kann sagen Ja, meine Frau ist immer eine Aktive, die rennt immer zwischen Tür und Angel und manchmal war sie auch nicht erreichbar und es hat halt nicht mehr gepasst. Punkt. Dann hat man zwar kurz ein Profil abgegeben, was aber kein negativer Aspekt ist, sondern wirklich einfach nur eine Profilanalyse. Und das darf natürlich sein und das finde ich auch. Das ist gerechtfertigt und legitim, das ist legitim so, und das sind aber auch alles keine Scheidungskinder und dann stehen auch wirklich diese partnerschaftlichen Konstellationen nie im Blickfeld oder in einer Konstellation der Disharmonie. Aber ich habe das so häufig schon erlebt, dass Männer irgendwie sagen ich will da am liebsten raus, ich will am liebsten raus, wissen nicht wie, suchen, sich eine neue Partnerin denken okay, die nehmen wir davon, die sieht ja ganz nett aus, hat auch ne schöne Oberweite, passt, nehmen wir so, dann erwarten die aber von ihr, dass sie sich um die Kinder kümmert und jene so die sind, dass sie vielleicht möchte eigene Kinder haben. Hat das Wunsch, den Wunsch, eine eigene Familie und und und. Das kann nicht funktionieren. Ich meine, das weiß jeder und trotzdem wird es immer wieder gelebt und wir haben daher Schädigungen ohne Ende. Und wir dürfen ja nicht vergessen, wir haben ja unsere Kinder nicht. Nur wissen wir sie begleitet haben, bis sie erwachsen sind, sondern leben lang.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Natürlich auf jeden Fall. Und deswegen nochmals muss man die Kinder da raushalten am Anfang. Das muss man einfach machen und vor allen Dingen die neue Partnerin des Vaters, die Kinder, für die ist das ja auch wichtig, dass sie merken, das funktioniert, das passt auch, die ist ja nett, die ist ja auch nett, auch die Mama, die habe ich ja so lieb. Und die Neue passt auch, die ist aber nett auch Ja, vielleicht wird das mal ein bisschen. Meine Kinder müssen sich da ja auch erst mal einfühlen, auch emotional. Das ist ja nicht so, der Papa hat eine neue Partnerin. Ach ja, alles toll, alles klasse. Und die Kinder merken wenn da Disharmonie, wenn da Streitigkeiten oder wenn da Konkurrenzkampf ist. Die brauchen ja auch ein ich sag jetzt mal das neue Familienleben an den Besuchswochenende. Das soll ja nicht nur sein. Ach ja, wir fahren ins Phantasialand, wir gehen in den Zoo, wir gehen schwimmen, wir machen eins nach dem anderen, damit ich das Wochenende rumkriegen. Die sollen ja auch an diesem Besuchswochenende ein Familienleben haben. Und das können die nur, wenn die mit der neuen Partnerin, wenn die da mal irgendwann ins Boot geholt wird, im besten Falle, wenn es dann so gehandhabt wird, dann nur so kann es ja dann funktionieren. Ein neues Familienleben an diesen Wochenenden.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Genau. Und das ist halt ein Zusatz. Natürlich ist ein Zusatz, ich weiß das der bei uns war. Ich habe mich, habe mit meinem Mann zusammen sieben Kinder und das das ist halt so, die sind alle bei uns platziert und total schön und da gibt es auch keinen. Da gibt es Absprachen und wir können uns begegnen und wir haben was miteinander und es ist einfach schön. Man kann sie auch alles zusammenwürfeln, weil es sind ja auch, also ich sage jetzt mal, wenn man auch neu verheiratet ist, das ist ja eine Patchworkfamilie und man hat einen Verwandtschaftsgrad.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Das.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Verbindet sich ja dadurch und es soll ja für alle eine Bereicherung sein. Und wie gesagt, man plant das sehr lange. Deswegen kann ich auch nur jedem Mann oder auch jeder Frau raten, Partnern natürlich erst mal wirklich auf Abstand. Wenn man weiß, das funktioniert, dann kann man ihn auch in die Familie integrieren. Ich sage mal, für Väter ist es meistens, wenn die. Die dann gegangen sind. Also nicht jetzt die Kinder erziehen. Die meisten Kinder werden ja von den Müttern erzogen. Aber wenn ein Vater die Kinder nicht bei sich hat im Alltag, dann kann er früh genug wirklich schauen Passt die Partnerin oder nicht, bevor er sie integriert? Es gibt sehr viele Männer, wo viele Frauen sich beklagen und sagen Ich bin schon ein halbes Jahr mit dem. Ich darf mich auf die Kinder immer nicht kennenlernen. Dann würde ich sagen ja, dann ist er sich vielleicht auch noch nicht sicher oder er braucht seine Zeit oder er will das einfach nicht. Das ist okay, das muss man akzeptieren. Und da kann ich immer nur die Männer raten erklärt, warum, weshalb, wieso? Damit die Person das nicht persönlich nimmt. Aber es ist eine wichtige Verantwortung, weil die Kinder sich ja gewöhnen könnten. Und das will er dann nicht, weil sie dann eventuell bei einem Verlust wieder ich sag mal ne leichte Schädigung erfahren. Und das ist für mich legitim.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Oder die Kinder sind vielleicht noch nicht so weit. Das ist ja auch jedes Mal unterschiedlich. Vielleicht sind die Kinder einfach noch nicht so weit, dass sie emotional noch nicht so weit, dass sie das verkraften würden. Zu sehen, dass der Papa eine neue Frau an seiner Seite hat.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Vielleicht würde ich nach einem halben Jahr persönlich von dem, was ich rüber kriege, eigentlich nicht tippen, wenn die Eltern sich relativ klar sind. Eigentlich nicht. Das liegt meistens an den Männern und das muss man wirklich sagen, ist dann 99 %, dass diese Väter sich nicht ganz sicher sind und das gegen eine neue Person einfach noch nicht platzieren möchten, weil sie das Gefühl haben, dass es nicht so wirklich passen könnte. Und viele Frauen nehmen das dann persönlich und sagen Ja, der ist sich nicht sicher der Beziehung. Sie verbinden das sofort mit der Beziehung. Aber ich sage auch ja, man sollte das genau überprüfen. Es ist natürlich für die Frauen schwieriger, wenn die Kinder bei sich, also wenn sie die Kinder im Alltag natürlich versichert, wenn sie dann jemanden kennenlernen, dann wird der häufig schon relativ früh ins Familiensystem eingeführt, schon allein im Besuch und und es geht ja nicht anders, weil sie kann ja nicht permanent abkömmlich sein, sie hat ja nicht eine solche, ich sage mal Freizeitgestaltung. Aber auch dort wird jede pflichtbewusste Mutter, bevor die es macht, natürlich versuchen, alles mögliche erst mal im Außenfeld für sich zu regeln, bevor sie dann wirklich denjenigen auch vorstellt. Weil du weißt, wie Kinder sind, sie neugierig sind, offen, sie lieben uns, sie wollen einfach, dass es uns gut geht. Und es gibt nichts Schlimmeres für Kinder. Wenn du in einer Partnerschaft bist und sie merken, dass es dir nicht gut geht. Also die Kinder leiden extrem mit und es könnte wieder ihr eigenes späteres Partnerschaftsverhalten blockieren. Deswegen ist so eine große Brennpunktsituation aber das, was ich häufig erlebe in den Beratung, dass Kinder mit eingebunden werden, dass sie darunter leiden, ist wirklich ein absolutes NoGo.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Ja, das sehe ich genauso. Wichtigste immer. Die Kinder.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Ja.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Die Sicherheit, dass sie seelisch keinen Schaden nehmen. Und das muss an erster Stelle stehen. Und dann kommt erst die neue Partnerschaft des einen und des anderen. Aber in erster Stelle ganz oben sind die Kinder.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Absolut. Aber nicht das jetzt unsere Zuhörer das falsch verstehen und denken, dass erst die Kinder groß sein müssen, bevor wir Partnerschaft. Genau das wollen wir nicht.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Ganz großes Veto. Nein, das sollt ihr so nicht verstehen. Es geht darum, die Kinder müssen nicht erwachsen sein. Für die Kinder ist es schlimmer, in einer schlechten Beziehung erwachsen zu werden. Mit Eltern, die sich streiten oder Schlimmeres, als wenn die Eltern sich friedlich gemeinschaftlich trennen. Die Kinder brauchen nicht erwachsen zu sein, das ist ganz klar. Aber dieses an erster Stelle stehen heißt, dass es nicht auf über die Kinder ausgetragen wird.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Absolut. Und heißt aber auch, dass wir, wenn wir getrennt sind, Single sind, auch nach neuen Partner Ausschau halten dürfen.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Auf jeden Fall.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Da gibt es ja so eine ganz einfache Zauberformel, die sage ich immer so gerne. Und diese Zauberformel heißt Mein Partner auf Augenhöhe darf mir begegnen. Das heißt, Augenhöhe bedeutet, er ist mir ähnlich und wir können uns erwachsen oder auch kindlich oder spielerisch, egal was leidenschaftlich alles begegnen. Und wenn ich sage darf mir begegnen, dann gebe ich quasi so viel ab, dass ich frei bin und dann können mich andere auf mich aufmerksam werden. Das ist mich bei uns beiden nicht. Wir haben das besetzt.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Wir haben noch.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Besetzt und noch so gestylt irgendwo hingehen. Das Mädchen ist. Dann lächelt uns jemand an, aber du weißt genau, die Mädels sind blockiert. Und dieses Gefühl genau soll es ja auch sein. So soll es sein. Das finde ich auch gut. Das gibt auch ein komisches Gefühl. Übrigens gäbe auch unseren Partnern ein komisches Gefühl, wenn wir mit Freizeichen rumlaufen würden, würden, würde ich sagen was machen die da? So wird das ganze ja nicht sein.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Genau.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Und dementsprechend ist es aber wichtig, dass wir uns trotzdem erlauben, ja in jeden Fall wieder gehen zu dürfen. Und auf Augenhöhe ist auch immer wirklich. Das bringt schon ein passendes Partnerschaftsprinzip nach vorne. Dann gibt man das natürlich langsam an.. Also ich kann nur allen Männern raten, wenn ihr die Kinder nicht bei euch zu Hause habt, wirklich trefft diese Personen erst mal, werdet euch klar, dann könnt ihr irgendwann ein bisschen darüber erzählen. Man kann sie vielleicht dann in der Eisdiele mal zusammen treffen oder so. Also dass die Kinder auch wirklich die Ausweichmöglichkeit haben. Also nicht jetzt, da sitzt jemand, mit dem muss ich ein Wochenende verbringen, die kann ich aber gar nicht. Also das ist wirklich eine ganz schwierige Beziehungsebene. Würde ich niemals raten. Nein. Wenn eure Kinder die neue Partnerin, weil es ein Herzenswunsch und ihr auch ein gutes Gefühl habt, treffen sollte, dann bitte wirklich irgendwo. Ihr geht eine Eisdiele, sie sitzt auch da, ist vorher abgesprochen, die können Zeit miteinander verbringen und dann kann man es verstehen. Wir können sagen Ach ja, haben wir denn jetzt Lust noch alle zusammen? Dann kann man die Kinder fragen Sollen wir noch zusammen auf den Spielplatz gehen oder was spazieren gehen oder sonst irgendwas? Mir die Kinder ja sagen, dann ist das okay. Oder man kann auch sagen, wir können jetzt so Abendbrot essen, wir können jetzt das alleine machen oder sollen wir. Und wenn die sagen, nehmen wir mit, dann nehmen wir sie mit.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Klar, einfach wieder bei dem Einbeziehen.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Perfekt sind wir beim Einbeziehen. Das heißt, dann haben die Kinder auch selber gewählt und fühlen sich nicht ausgeliefert. Und dann entsteht auch grundsätzlich kein Konkurrenzkampf.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Genau.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Ja, und damit haben wir das nämlich alles weg. Dann haben wir nämlich keine Scheidungskinder, Wir haben sauber getrennte Beziehungen, falls es nicht funktioniert, wie du eben noch mal so schön gesagt hat Eine schwierige Beziehung über Ewigkeiten ist wirklich sehr zermürbend für alle Parteien. Dann lieber ein sauberer Schnitt und man kann noch mal neu einsteigen ins Boot, auch der Liebe. Aber halt, die Kinder sollten immer platziert sein und auch mitsprechen dürfen. Nicht aus Trotz, aber ganz klare Worte und auch mal Wie findest du sie? Wie findest du das? Und und und sie wirklich mit einbeziehen. Also es gibt viele Möglichkeiten, was man wirklich positiv leben kann und ich glaube, jetzt haben wir auch eine ganze Menge Tipps gegeben. Ich glaube auch und damit glaube ich, können wir es auch stehen lassen. Liebe, liebe Gabi, es war mir eine Ehre. Vielen lieben.

 

SPEAKER: GABI WESTER

Danke, dass ich hier mit dir reden durfte.

 

SPEAKER: SABINE GUHR-BIERMANN

Und vielen Dank fürs Zuhören. Und ja, bis dann. Dies war ein Beitrag von Opal Ihr Family Talk. Tschüss.